
Sie kam nun schon zwei Tage später als erwartet.
Die Freude darüber, dass sie nun endlich da war, war allerdings größer.
Also alles angeschlossen, und schnell ein Blitzprogramm.
Zum schauen.
Es lief prima, bis zum abpumpen am Ende des Programms...
Nix ging.
Klug, wie Hausfrauen nun mal sind, erstmal Maschine an und aus.
Gebrauchsanweisung lesen.
Hmmm... Ablaufschlauch muss zwischen 60 und 100 cm "hängen".
Zollstock... war ok.
Aber wer weiß, vielleicht meinen sie ja den ganzen Schlauch?
Und hinter dem Schrank vom Waschbecken hing der Schlauch sozusagen durch.
Was machen kluge Hausfrauen?
Bohrmaschine mit große-Löcher-ins-Holz-bohren-Sägeaufsatz rauskramen.
Also habe ich ein Loch für den Ablaufschlauch das höher liegt in die
Seitenwand des Unterbauschrankes der Spüle gebohrt.
Ach ja, natürlich musste ich die mit Wasser volle Waschmaschine wieder
unter der Arbeitplatte rausziehen damit die ganzen Schläuche
nochmal überprüfen und eben "versetzen" konnte.
Als ich den Schlauch aus der alten Position zog, lief natürlich
etwas Wasser aus. Direkt in die frischen Sägespäne.
Vor 28 Jahren hätte ich das toll gefunden, heute nicht mehr...
Also Waschmaschine ganz raus und alles trocknen.
Schlauch versetzt. Maschine an - aus- an - aus.... NIX!
Ich gebe nicht schnell auf, also hab ich einfach noch ein Loch gebohrt,
so hoch wie es ging. Ich wollte die Waschmaschine überlisten
und ihr suggerieren, der Ablauf würde in die Sple gehängt werden...
Nu ja, ganzen Procedere nochmal... Waschmaschine vorziehen, Schlauch versetzen
(dieses Mal hatte ich einen Eimer untergestellt, für alle Fälle, kam aber natürlich nix...),
Waschmaschine zurück, neuer Versuch.
Mittlerweile war ich so ca. zwei Stunden zugange.
Es gind immer noch nicht, und meine Nerven lagen blank!
Wo war überhaupt ein Mann, der sowas normalerweise macht?
Wieso muss ich das im Hochsommer machen?
Wieso steht die Waschmaschine fast unter einer Dachschräge?
Warum vermischen sich Schweiß und Sägespäne auf meinen Beinen?
Ich war wirklich kurz vorm durchdrehen...
Die Küche sah aus wie Pearl Harbor.
Und ich konnte immer noch keine Wäsche waschen!
Genau kurz vor meinem Amoklauf hat sich der Tippexperte gemeldet
und sofort angerufen als ich ihm die Story erzählt habe.
Er hat Duisburg das Leben gerettet und mich beruhigt!
Danke dafür!
Trotzdem, es ging ja immer noch nicht und die Wäsche lag da so in ihrer Suppe.
Verzweiflelt schaltete ich eine Anzeige mit Hilferuf in einer bekannten Single-Community.
30 Mails, die meisten mit blöden Kommentaren.
Einige motzen mich an, wie blöd man sein kann, von Quelle
ne billige Waschmaschine zu bestellen.
Ich finde 700 Euro (okok reduziert...) nicht grade wenig
und die haben in vielen Tests gut abgeschnitten.
Außerdem wollte ich mich nicht anmeckern lassen.
Zwischen all dem scherzhaften Elend hatte einer die Erleuchtung!
Was war es denn nun?
Unter dem Waschbecken, am Siphon, hatte ich so einen Ablaufanschluss
für zwei Schläuche (hab ja auch noch ne Spülmaschine), also son T-Pömpel.
Nu ja, und der zweite, an dem der Maschinenschlauch hing war.... ZU!
Als Auslaufschutz, falls man nur einen Ablaufanschluss benutzt.
Mein Gott, etliche Stunden Nervenkitzel umsonst.
Um 1.14 Uhr war dann der Schleudergang dran. Gute Nacht!
Nun geht es.
Weiber und Technik!
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